Ein Friedhof der anderen Art

Als 2011 das amerikanische Shuttleprogramm eingestellt wurde war ich schon ein wenig betrübt, denn irgendwie sind klassische Raketenstarts nicht wirklich das Gleiche für mich, wenn es um den bemannten Flug ins All geht. Es waren zwar „nur“ Orbiter, kamen meiner Vorstellung von -Raumschiffen- aber doch am nächsten. Einigen unbekannt ist die Tatsache, dass es aber auch ein russisches Gegenstück zum amerikanischem Space-Shuttle gab – die Buran.

Buran, Copyright by Ralph Mirebs

Buran, Copyright by Ralph Mirebs

Ähnlich wie bei den Überschallflugzeugen Concorde / Tupolev sahen auch die Space Shuttles / Buran auf den ersten Blick identisch aus. Wer da was von wem geklaut hat überlasse ich den Historikern des kalten Krieges. Für die Buran spricht, dass Sie als mit Ihrer Trägerrakete Energija als leistungsfähiger galt. Gegen die Buran spricht jedoch leider auch, dass sie ausser bei Testflügen nie eingesetzt wurde, denn das Programm wurde aus Kostengründen vorzeitig gestoppt.

Bis vor kurzem dachte ich, es hätte nur ein Exemplar gegeben, das übrigens im Technik Museum Speyer ausgestellt ist.

Kürzlich hat jedoch der Fotograf Ralf Mirebs eine Fotoreihe veröffentlicht, in der ein im Kosmodrom Baikonur in Kasachstan wiederentdeckter, teils zerfallener Hanger mit drei weiteren Shuttles (oder Burans 😉 ?) zu sehen ist. Für mich sind es Ruinen eines Techniktraums. Die Bilder haben Ihren ganz eigenen Charm. Die Seite ist in Russisch, aber die Bilder sprechen für sich.

Photo (c) by Ralph Mirebs

Neue Blog-Kategorie: Raumfahrt

Der Blog wurde um die Kategorie „Raumfahrt“ erweitert.

Diesen Punkt findet Ihr nun ebenfalls oben im Hauptmenü.

So wird die Suche nach Artikeln Eures Interesses weiter vereinfacht.

Die Artikel zu Spaceshuttles, Raketenstarts, Raumsonden sind nun hier zu finden.

von astronomisch Veröffentlicht in Zum Blog

Termin: 14. Juli 2015 – New Horizons erreicht Pluto

https://i1.wp.com/www.nasa.gov/sites/default/files/thumbnails/image/new_horizons-2.jpg

Zum ersten Mal erreicht eine Raumsonde am 14. Juli 2015 den Zwergplaneten Pluto und seinen Mond Charon. Bislang konnten selbst die besten Teleskope nur einen verwaschenen Fleck auflösen, jedoch keine Einzelheiten. Die Sonde soll Pluto in <10000 Kilometern passieren. Danach geht es weiter in den Kuipergürtel.

Pluto und sein Mond Charon umkreisen sich gegenseitig, wobei sich beide einander immer dieselbe Seite zuwenden. Soweit bisher bekannt, wird Pluto von 4 weiteren kleinen Monden, Nix, Hydra, Styx und Kerberos, umkreist.

Seit 2006 gilt Pluto nicht mehr als letzter „richtiger“ Planet unseres Sonnensystems, sondern nur noch als Zwergplanet, was seinerzeit recht umstritten war.

Mehr Infos zu Pluto (wie immer) bei Wikipedia

Mehr Infos zu New Horizons gibt es bei der NASA(engl.) und hier (deutsch)

 

Himmelspärchen – Reloaded

Die Venus dominiert derzeit noch immer den Abendhimmel.  Auch bei einem etwas diesigen Stadthimmel ist sie meist gut sichtbar – noch bevor die anderen Sterne zum Vorschein kommen. Hin und wieder sucht sie sich dabei einen schönen Begleiter. In diesem Falle spricht man von einer Konjunktion

Im Februar war es Mars.
Im März war es der Mond.
Im April waren es die Plejaden.

Und nun ist es Jupiter – der größte Planet unseres Sonnensystems.

Die beiden fallen unmittelbar bei Sonnenuntergang auf und sind im Wester/Nordwesten für rund zwei Stunden am Abendhimmel zu bewundern. Mit zunehmender Dämmerung strahlen sie immer heller. Der hellste der Planeten geht um 23¼ Uhr im Westnordwesten unter. Venus ist -4.7 mag (je kleiner die Zahl, desto heller…!) hell und wandert durch das Sternbild Löwe.

Jupiter ist nicht mehr lange am Abendhimmel zu sehen. Er steht in der Abenddämmerung etwa 2-3° rechts von der hellen Venus. Jupiter weist eine Helligkeit von „nur“ -1.8 mag auf. Er ist zwar WESENTLICH größer als Venus, aber auch eben WESENTLICH weiter weg… !Die Monde von Jupiter können aber bereits mit einem Fernglas erkannt werden – haltet einfach mal drauf!