Jupiter / Juno – Cinematic Trailer!

im hier folgenden Kurzartikel geht es weniger um Astro News/Facts.
Das Folgende ist eher für Kino/SciFi Fans interessant… 😉

juno

Copyright: NASA/JPL

 

 

Im Vorfeld der aktuell noch laufenden Juno-Mission hat die NASA einen sehenswerten Trailer veröffentlicht, der meiner Meinung nach auch als Kino-Trailer geeignet wäre. Bin erst jetzt drauf gestoßen.

Wenn Ihr ihn noch nicht kennt, empfehle ich folgende Links:

Jupiter: Into the Unknown (NASA Juno Mission Trailer)
Alternativ-Link: YouTube

Wer nun mehr Lust auf Details zur Jupiter/Juno-Mission hat, der wird hier fündig.

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Iridium Flares

Iridium-Flare

Iridium Flares – cooler Name und sehr hell – aber was ist das?

Beim spätabendlichen oder nächtlichen Blick in den Himmel ist dem einen oder anderen bestimmt schon einmal ein meist recht lichtschwacher Punkt aufgefallen, der seine Bahn quer über den Nachthimmel zieht. Ohne blinkende Positionslichter und bei geltendem Nachtflugverbot kann es sich nicht um ein Flugzeug handeln. Die ISS ist es auch nicht, denn die ist i.d.R. erheblich auffälliger da sie dauerhaft sehr hell leuchtet wenn man sie sehen kann.

Aber was ist es dann? Meist handelt es sich um Satelliten oder Weltraumschrott wie alte Raketenstufen. Mit verschiedensten Programmen oder auch -„Neu“deutsch- Apps kann, kann man sich die aktuellen Flugbahnen dieser Objekte vorhersagen lassen. Ein gutes Beispiel ist übrigens die „Sky Guide“ app. Aus der Masse der zu beobachtenden Objekte stechen dabei die Iridium-Satelliten heraus. In folge Ihrer Bauart reflektieren sie das Sonnenlicht immer wieder für einen kurzen Moment besonders hell. Das reflektierte Licht bildet einen Lichtkegel auf der Erdoberfläche.

iridium_animation

Dieser Kegel hat nur wenige Kilometer Durchmesser. Aus diesem Grund ist ein Flare eines Iridium-Satelliten nur in bestimmten Gebieten zu sehen. Je dichter man sich am Zentrum des Lichtkegels befindet, desto heller und intensiver erscheint die Leuchterscheinung. Der zunächst recht unscheinbare Punkt wird immer heller und heller, und wird für einen kurzen Moment das hellste Objekt am Himmel (Abgesehen vom Mond natürlich). Dieses Aufleuchten nennt sich dann Iridium-Flare. Das Spektakel dauert dann etwa 20 Sekunden.

Die zu beobachtende Helligkeit wird mit der Einheit „mag“ beschrieben. Je kleiner/negativer dieser Wert ist, umso heller ist das Objekt. Zum Vergleich:
– Mond: – 12,7 mag
– Iridium Flare: – 8 mag
– ISS: – 4,5 mag
– Venus: -4,6 mag
Allen „Fans“ von ISS (International Space Station) Beobachtungen seien die Iridium Flares also dringend empfohlen!

Iridium-Flares können also etwa (maximal) -8 mag hell werden. So helle Flares sind aber eher selten und ereignen sich nur ca. ein Mal pro Woche. Aber auch nicht ganz so helle Lichtblitze sind einen Blick oder ein Foto wert. Die Erfahrung zeigt: Alle Flares, die heller als -4 mag sind, lohnen sich zu beobachten. Und – je steiler die Flugbahn, desto heller erscheint das Aufleuchten, da vielerorts eher horizontnahe Beobachtungen durch die Städtische Lichtverschmutzung eingetrübt werden.

Da das Iridium-Netzwerk aus insgesamt 66 Satelliten besteht, sind Iridium Flares recht häufig, und lassen sich wie bereits erwähnt auch berechnen. Dabei kommt es auch vor, dass mehrere Flares pro Nacht zu sehen sind. Manchmal und seltener sogar kurz hintereinander in Abstand weniger Minuten auf der gleichen Flugbahn oder auch parallel zueinander.

Wer mehr zum Thema erfahren möchte, der sollte auf der Seite Iridium-Flare.de  von Andreas Möller vorbeischauen, der dem Thema eine eigene gut sortierte Seite widmet, und auch  ein Fotographie-Tutorial zu Iridium Flares anbietet. An dieser Stelle auch mein Dank zum genehmigten Entleihen von Inhalten.