Astrohighlights im Sommer 2017

Wir sind zwar schon mitten drin, aber hier noch die Astrohighlights im Sommer 2017 bis zum 30.08.:

Infografik–astrohighlights-im-sommer-2017-alles-was-man-juni-bis-august-sehen-kann

25.7 Treffen von Mond, Merkur und Regulus
Wieder eine Komposition aus drei Himmelskörpern. Und bestens geeignet für Beobachter mit guter Horizontsicht. Nach 21:00 Uhr sehen wir den Stern Regulus, ein Grad südlich Merkur und auf der linken Seite die junge Mondsichel.

August
2.8. Mond trifft Saturn
Im Juni stand der Saturn in Opposition zur Sonne: Jetzt ist er noch am Abendhimmel auffindbar. Der Mond gesellt sich am 2. des Monats zu ihm.

7.8. Partielle Mondfinsternis
Die einzige partielle Mondfinsternis erreicht nur einen Bedeckungsgrad von 25%. Zudem ist sie nur in ihrer letzten Phase von Mitteleuropa aus sichtbar. Der Mond tritt schon um 19:23 Uhr in den Kernschatten der Erde ein, doch dann ist es bei uns noch taghell. Der Mond steht um diese Uhrzeit noch 10 Grad unter dem Horizont. Erst um 20:45 Uhr geht der Mond bei uns auf und die Dämmerung ist noch nicht beendet. Faktisch können wir nur den Austritt aus dem Kernschatten miterleben.

11.8 Perseiden
Jedes Jahr freuen wir uns auf die schönsten Sternschuppen des Jahres: die Perseiden. In den Morgenstunden des 11. August erreicht der Meteorstrom sein Maximum. Es regnen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, die mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von ca. 216.000 km/h durch unsere Atmosphäre donnern. Das Maximum findet zwischen 22:00 Uhr und 4:00 Uhr statt. Beeinträchtigt wird das Erlebnis allerdings durch den Mond, der die ganze Nacht am Himmel steht. Diesen Meteorstrom verdanken wir dem Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne einen Teil seiner Masse verlor. Immer wenn die Erde im August die Bahn des Ursprungskometen kreuzt, schießen die Perseiden bei uns über den Himmel.

16.8. Mond trifft Aldebaran
Gegen 2 Uhr sehen wir den Mond über den Horizont steigen. Direkt darüber: der helle Hauptstern Aldebaran im Sternbild Stier.

21.8. USA: Totale Sonnenfinsternis
Eine totale Sonnenfinsternis! Am 21.8. zieht sich eine die Totalitätszone der Finsternis auf einer Breite von 115 Kilometern vom Pazifik durch die USA bis in den atlantischen Ozean. Die Totalität dauert 2 Minuten und 40 Sekunden. In Mitteleuropa ist die Finsternis nicht zu sehen.

30.8 Mond trifft Saturn
Mond und Saturn stehen am Abendhimmel in knapp 3° Distanz im Süden.

(Mal wieder) mit freundlichen Dank an Universe2Go

 

Termin: Nachts, 12. auf 13. August – der Perseiden Sternschnuppenregen

Termin: Nachts, 12. auf 13. August – der Perseiden Sternschnuppenregen

Sternschnuppen

Die Perseiden sind der schönste und größte Sternschnuppenregen. Das breite Maximum  tritt in der Nacht 12./13.08.2017 (Samstag auf Sonntag) ein. Der noch zu 3/4 volle Mond geht gegen 23 Uhr auf und stört danach mit seinem hellen Licht während der gesamten Nacht die Beobachtung der lichtschwächeren Meteore. Helle Sternschnuppen, welche bei den Perseiden reichlich vorkommen, sind aber auch unter diesen Bedingungen gut sichtbar. Daher sollte sich niemand von einer Sternschnuppennacht unter freiem Himmel abhalten lassen. 

Mehr unter:
Der Perseiden Sternschnuppenregen
(Achtung, dort sind Datums- und Zeitangaben vom letzten Jahr angegeben!)

Hierzu auch interessant:
Asteroid, Meteor, Komet – alles gleich! Oder nicht?
Sternschnuppe != (ungleich) Komet!

 

Die internationale Raumstation (ISS) und ein Iridium Flare am Himmel 

Heute hat es sich mal gelohnt. Innerhalb von 5 Minuten war ein Iridium Flare  und danach die ISS am Abendhimmel zu sehen. Gut investierte 5 Minuten…

Etwas hektisch habe ich dann auch versucht beide anzulichten. Als erstes habe ich den Iridium-Flare „aus der Hüfte geschossen“. Häßliche Bildqualität, aber das Anwachsen des Flares ist erkennbar, und zur Orientierung gibt es als Bonus den „Großen Wagen“ am linken Bildrand dazu:

Bei der ISS habe ich dann das Handy immerhin an eine Wand gelehnt, die Aufnahme aber versehentlich unterbrochen. So sieht man aber die zunächst aufsteigende ISS:

Und im zweiten Bild dann den weiteren Verlauf der Strichspur-Aufnahme. Die „horizontale“ Line war dann ein Flugzeug. Auch hier gibt es ein Sternbild zur Orientierung – Orion ist am linken Bildrand zu sehen.

 

Ein Tipp zur Earth Hour…

Heute Abend ab 20:30 beginnt für eine Stunde die Earth Hour.

Um ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen soll jeder, der mitmachen mag, für eine Stunde das Licht ausschalten.

Klimawandel / Stromverschwendung? Ich finde, man kann damit auch gleichzeitig ein Zeichen gegen die allgemeine Lichtverschmutzung des Nachthimmels setzen!

Das Wetter ist schön, und der Abend-Himmel heute vielleicht mal etwas dunkler als sonst. – Also vielleicht auch mal den Kopf wieder in den Nacken legen und Sterne gucken!

 

https://www.earthhour.org/what-is-earth-hour

http://www.wwf.de/earthhour

 

(M)ein kleiner Blog-Rückblick 2016

(M)ein kleiner Blog-Rückblick 2016

Dieses Jahr habe ich es nur auf 22 Artikel gebracht. Etwas weniger als im Vorjahr, was aber nichts zu sagen hat. Im Gegenteil – der Blog macht mir noch immer und sogar mehr Spaß. Die Themen waren dabei sehr vielfältig. Neben astronomischen Fakten, gab es z.B. auch einen Beitrag für Kinder, einen Produkttest und sogar einen eher botanischen Beitrag. Das ist der Vorteil an einem eigenen Blog – man kann schreiben worauf man eben gerade Lust hat. Gemessen an den Zugriffszahlen waren, meiner Meinung nach, auch zwei eher ungewöhnliche Beträge in 2016 die Gewinner:

Earthflag – Die Flagge der Erde
Die neue 5 Euro Münze – hier stimmt ´was nicht…!

Es gab auch mehr Feedback und Infoaustausch mit anderen Bloggern und Besuchern.  Das ist übrigens eine der wesentlichen Motivationen für mich, also textet mich ruhig zu! Ich bin kein Freund von Selbstdarstellungen und verzichte daher bewusst auf einen Besuchercounter oder ähnliches, freue mich aber dennoch, die Zugriffe in 2016 grob gesehen verdoppelt zu haben.

blogDazu kommen noch weitere Zugriffe auf Twitter (@Easy_Astro) und Facebook (astronomisch).

Ich bleibe Euch also auch in 2017 erhalten. Weiterhin viel Spaß beim lesen.

PS
Wer 2014 und 2015 meines Blogs verpasst hat, der sei hiermit eingeladen die Such- und Archivfunktionen sowie die Schlagwörterliste am Rechten Rand zu nutzen. Das ein oder andere davon dürfte Euch auch in 2017 interessieren!

PPS
Da ich zuvor nicht mehr schreiben werde – vergesst nicht folgende Termine:

3. Januar: Quadrantiden

Die nächsten Sternschnuppen sind auf dem Weg zu uns: die Quadrantiden. Der Meteorstrom stammt aus dem Sternbild Bootes. Die Sternschnuppen regnen im Maximum mit einer Zahl von 120 pro Stunde über den Himmel. Wenn Sie in den Morgenstunden des 2. und 3. Januars beobachten, haben Sie die größte Chance auf eine erfolgreiche Beobachtung.

3. Januar: Treffen von Mond, Mars und Venus

In der abendlichen Dämmerung bieten Mond, Mars und Venus heute einen prachtvollen Anblick. Es lohnt sich ab 17:30 Uhr in südwestliche Richtung zu blicken. Dort entdecken sie die drei Kollegen wie auf einer Kette aufgefädelt im Sternbild Wassermann. Reizvoll: Mond und Venus zeigen uns ihre Phasengestalt. Die Phase der zu 55% beleuchteten Venus ist freilich nur im Teleskop zu sehen.

Infografik: Highlights am Winterhimmel von Dezember bis Februar

Es ist kalt geworden da draußen. Aber drinnen ist es warm und über den Dächern rauchen die Schornsteine. Und doch zieht es uns in die sternenklare Winternacht. Denn manche sagen: »Der Winterhimmel beschert uns die wundervollsten Sterne.«Nun, wer kann sich schon der Pracht des Orions entziehen? Welche Spezialitäten bietet uns der Winterhimmel? Die neue Infografik „Highlights am Winterhimmel“ zeigt Ihnen auf einen Blick, was in den Monaten Dezember bis Februar am Himmel passiert.

Infografik Highlights am Winterhimmel 2016/17: Alle Infos auf einen Blick-wann sieht man ISS, Mond, Planeten, Sternbilder

13.-14. Dezember: Geminiden

Schon vorbei, aber für viele leider wohl auch nicht wirklich der Rede Wert gewesen. Der Vollmond dürfte die meisten Schnuppen überstrahlt haben. Wie war Euer Eindruck?

21. Dezember: Wintersonnenwende

Jedes Jahr am 21. oder 22. Dezember erleben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht. Am 21. Dezember beginnt der Winter und die Sonne geht schon 16:27 Uhr unter. Die Nacht dauert etwa 12 Stunden. Ein Traum für jeden Hobbyastronomen, der mal so richtig lang am Stück beobachten will. Ein Traum auch für meine Frau, denn ab jetzt wird es wieder heller 😉

22. Dezember: Mond trifft Jupiter

In den Morgenstunden besucht die zu 30% beleuchtete Mondsichel den Gasgiganten Jupiter. Gegen 2:30 Uhr gehen die beiden Himmelskörper über dem Osthorizont auf und stehen nur etwa 4° voneinander entfernt.

3. Januar: Quadrantiden

Die nächsten Sternschnuppen sind auf dem Weg zu uns: die Quadrantiden. Der Meteorstrom stammt aus dem Sternbild Bootes. Die Sternschnuppen regnen im Maximum mit einer Zahl von 120 pro Stunde über den Himmel. Wenn Sie in den Morgenstunden des 2. und 3. Januars beobachten, haben Sie die größte Chance auf eine erfolgreiche Beobachtung.

3. Januar: Treffen von Mond, Mars und Venus

In der abendlichen Dämmerung bieten Mond, Mars und Venus heute einen prachtvollen Anblick. Es lohnt sich ab 17:30 Uhr in südwestliche Richtung zu blicken. Dort entdecken sie die drei Kollegen wie auf einer Kette aufgefädelt im Sternbild Wassermann. Reizvoll: Mond und Venus zeigen uns ihre Phasengestalt. Die Phase der zu 55% beleuchteten Venus ist freilich nur im Teleskop zu sehen.

6. Januar: ISS zieht an Wega vorbei

Für alle Beobachter in München und Umgebung: Es ist immer wieder faszinierend die Raumstation am Himmel zu sehen. Doch wir können sie oft beobachten. Ganz im Gegensatz zu diesem Ereignis: Am 6. Januar zieht die ISS dicht am Stern Wega vorbei.

13. Januar: Venus und Neptun in der Abenddämmerung

Venus und der ferne exotische Neptun stehen im Sternbild Wassermann. Am Abend des 13. Januars zieht Venus nördlich von Neptun vorbei. Mit einem Abstand von nur einem Vollmonddurchmesser ist es ein reizvoller Anblick im Fernglas oder im Teleskop bei geringer Vergrößerung.

18. Januar: Kleinplanet Vesta in Opposition

Sterne, Planeten, Nebel: Aber da gibt es doch noch mehr. Richtig – zum Beispiel Kleinplaneten. Vesta, der zweitgrößte Asteroid des Sonnensystems, steht jetzt in Opposition. Das bedeutet: Er ist die ganze Nacht lang zu sehen und erreicht nun seine größte Helligkeit. Mit 6,2 mag könnten Sie ihn unter einem extrem dunklen Himmel sogar mit dem bloßen Auge sehen. Bereits in kleinen Ferngläsern oder im Teleskop sehen Sie ihn auf alle Fälle. Vesta finden Sie zwischen den Sternbildern Krebs und Zwillinge. Da ein Kleinplanet auf den ersten Blick nicht von einem Stern zu unterscheiden ist, brauchen Sie zum Finden eine Aufsuchkarte.

24. Januar: Jupiter trifft Spica

Ab dem 24. Januar stehen Jupiter und der Stern Spica in der Jungfrau dicht zusammen.

25. Januar: Konjunktion von Mond, Merkur und Saturn

Gegen 7:00 Uhr am Morgen tauchen Mond und Merkur über dem Osthorizont auf. Ein besonders schöner Anblick: Denn die junge und zarte Mondsichel ist nur zu 3% beleuchtet. In der Nähe entdecken Sie den Ringplaneten, etwas weiter oberhalb im Sternbild Schlangenträger.

1. Februar: Treffen von Mond, Mars und Venus

Über dem Südwest-Horizont leuchten Mars und Venus. Am heutigen Abend leistet der Mond den beiden Gesellschaft. Wie eine Kette am Himmel sind sie zwischen den Sternbildern Fische und Walfisch zu finden. Der Mond zeigt uns eine junge, zunehmende Sichel. Etwas weiter oberhalb glimmt der ferne Uranus. Bei so vielen interessanten Objekten kann der Abend ja nur galaktisch gut werden.

5. Februar: Mond trifft Aldebaran

Unangefochten strahlt der Rote Riese Aldebaran als hellstes Objekt im Sternbild Stier. Doch heute besucht ihn der zunehmende Mond. Beide Objekte stehen in einem Abstand von etwa 15 Grad.

7. Februar: Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova

Es gibt wieder einen hellen Kometen. Der Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova (kurz: Honda) wandert im Februar durch die Sternbilder Adler, Schlangenträger, Herkules, Nördliche Korne und Bärenhüter. Am 7. Februar geht er gegen 3:10 Uhr auf. Mit einer Helligkeit von 7,8mag ist er ein hervorragendes Objekt für jedes Fernglas. Im Laufe des Februars verfrüht er seine Aufgänge. Am 15. ist er schon um 21:00 Uhr über dem Nordost-Horizont zu sehen. Danach sinkt seine Helligkeit wieder deutlich ab. Aufsuchkarten können Sie mit jedem modernen Planetariumsprogramm erstellen.

21. Februar: Mond trifft Saturn

Vor Sonnenaufgang geben die schmale abnehmende Mondsichel und Saturn ein hübsches Paar ab. Ein lohnender Blick für alle Frühaufsteher.

26. Februar: Mars trifft Uranus

Kurz vor dem Monatsende geben sich Mars und Uranus die Ehre. Sie können die beiden ganz angenehm am Abendhimmel westlich im Sternbild Fische beobachten. Uranus finden Sie ein knappes Grad nordwestlich von Mars. Heute ist außerdem Neumond. Ein schöner Anlass für einen intensiven Beobachtungsabend.

An dieser Stelle nochmals mein Dank an Universe2Go für die abermals gelungene Aufbereitung!

Iridium Flares

Iridium-Flare

Iridium Flares – cooler Name und sehr hell – aber was ist das?

Beim spätabendlichen oder nächtlichen Blick in den Himmel ist dem einen oder anderen bestimmt schon einmal ein meist recht lichtschwacher Punkt aufgefallen, der seine Bahn quer über den Nachthimmel zieht. Ohne blinkende Positionslichter und bei geltendem Nachtflugverbot kann es sich nicht um ein Flugzeug handeln. Die ISS ist es auch nicht, denn die ist i.d.R. erheblich auffälliger da sie dauerhaft sehr hell leuchtet wenn man sie sehen kann.

Aber was ist es dann? Meist handelt es sich um Satelliten oder Weltraumschrott wie alte Raketenstufen. Mit verschiedensten Programmen oder auch -„Neu“deutsch- Apps kann, kann man sich die aktuellen Flugbahnen dieser Objekte vorhersagen lassen. Ein gutes Beispiel ist übrigens die „Sky Guide“ app. Aus der Masse der zu beobachtenden Objekte stechen dabei die Iridium-Satelliten heraus. In folge Ihrer Bauart reflektieren sie das Sonnenlicht immer wieder für einen kurzen Moment besonders hell. Das reflektierte Licht bildet einen Lichtkegel auf der Erdoberfläche.

iridium_animation

Dieser Kegel hat nur wenige Kilometer Durchmesser. Aus diesem Grund ist ein Flare eines Iridium-Satelliten nur in bestimmten Gebieten zu sehen. Je dichter man sich am Zentrum des Lichtkegels befindet, desto heller und intensiver erscheint die Leuchterscheinung. Der zunächst recht unscheinbare Punkt wird immer heller und heller, und wird für einen kurzen Moment das hellste Objekt am Himmel (Abgesehen vom Mond natürlich). Dieses Aufleuchten nennt sich dann Iridium-Flare. Das Spektakel dauert dann etwa 20 Sekunden.

Die zu beobachtende Helligkeit wird mit der Einheit „mag“ beschrieben. Je kleiner/negativer dieser Wert ist, umso heller ist das Objekt. Zum Vergleich:
– Mond: – 12,7 mag
– Iridium Flare: – 8 mag
– ISS: – 4,5 mag
– Venus: -4,6 mag
Allen „Fans“ von ISS (International Space Station) Beobachtungen seien die Iridium Flares also dringend empfohlen!

Iridium-Flares können also etwa (maximal) -8 mag hell werden. So helle Flares sind aber eher selten und ereignen sich nur ca. ein Mal pro Woche. Aber auch nicht ganz so helle Lichtblitze sind einen Blick oder ein Foto wert. Die Erfahrung zeigt: Alle Flares, die heller als -4 mag sind, lohnen sich zu beobachten. Und – je steiler die Flugbahn, desto heller erscheint das Aufleuchten, da vielerorts eher horizontnahe Beobachtungen durch die Städtische Lichtverschmutzung eingetrübt werden.

Da das Iridium-Netzwerk aus insgesamt 66 Satelliten besteht, sind Iridium Flares recht häufig, und lassen sich wie bereits erwähnt auch berechnen. Dabei kommt es auch vor, dass mehrere Flares pro Nacht zu sehen sind. Manchmal und seltener sogar kurz hintereinander in Abstand weniger Minuten auf der gleichen Flugbahn oder auch parallel zueinander.

Wer mehr zum Thema erfahren möchte, der sollte auf der Seite Iridium-Flare.de  von Andreas Möller vorbeischauen, der dem Thema eine eigene gut sortierte Seite widmet, und auch  ein Fotographie-Tutorial zu Iridium Flares anbietet. An dieser Stelle auch mein Dank zum genehmigten Entleihen von Inhalten.

Produkttest: universe2go – ein Planetarium für unterwegs

Produkttest: universe2go – ein Planetarium für unterwegs?!

WORUM GEHT ES?

Schon häufiger begegnete mir Webung für „universe2go“, einer Art Planetarium für zu Hause. Bin ich meist von Werbung genervt, so war ich hier doch eher mal interessiert.
Eine augmented-reality (Erweiterte Realität) Brille für den Sternenhimmel – ob das funktioniert? Für einen direkten Kauf schreckte mich der Preis von knapp 100€ zunächst etwas ab. Andererseits sind vermeintlich vergleichbare Geräte, wie etwa der Celestron Sky Scout, deutlich teurer.
Aber hey, wozu habe ich einen Blog? Ich nahm also Kontakt zum Hersteller auf, der mir freundlicherweise ein Testexemplar bereitstellte.
Nach wenigen Tagen traf das Paket auch schon ein. Auf geht´s zum auspacken oder auf Netz-Deutsch „unboxing“:

Enthalten sind:unboxing
Die universe2go Brille, ein Stoffbeutel, eine 5-sprachige Anleitung, ein Astroshop/universe2go/Facebook Werbezettel und ein Trageriemen.

DER ERSTE EINDRUCK:

Zunächst etwas durchwachsen… Für die erwähnten rund 100 Euro hält man dann doch recht viel Plastik in der Hand. Wie der Tragriemen an den beiden Seitenschlaufen der Brille befestigt werden soll hat sich mir nicht erschlossen. Offenbar auch keinem anderen und auch nicht dem Hersteller selbst. Weder in der Anleitung, noch in den gut gemachten Hersteller-Werbevideos noch in irgendwelchen anderen Produkttests wird das erläutert oder ist das Teil auch nur zu sehen. Tatsächlich braucht man es aber auch nicht, also zurück in die Packung damit…
Viel mehr gibt es aber auch schon nicht zu kritisieren.

DER ZWEITE EINDRUCK:

Die u.a. deutschsprachige Anleitung erleichtert den Einstieg, wirklich brauchen tut man sie nicht: App downloaden, Smartphone einlegen und starten…

App_Store android

Die Brille funktioniert erst im Zusammenspiel mit einem Smartphone. Apple/iOS (ab iOS7) und Android (ab 4.2) Geräte werden unterstützt. Es ist also notwendig eine, mit aktuell 365MB recht große, App zu laden und zu installieren. Die App ist kostenlos, muss „aber“ mit einem Aktivierungscode freigeschaltet werden, der sich auf der Innenseite der Geräteverpackung befindet – also nicht entsorgen!

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An der Oberseite des Gerätes befindet sich eine große Klappe zu einem Fach, in dem das Smartphone mit der bereits gestarteten App eingelegt werden muss. Schaumstoff-Inletts und Winkel helfen bei der Fixierung. Ist der Deckel später geschlossen stört kein einziger Wackler.

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Durch das GPS und dem Kompass des Smartphones kennt die App den Standort und auch die eigene Blickrichtung. Während man selbst, ähnlich wie bei einem Fernglas, durch die Brille durchschaut, wird das Bild des Smartphones in das Sichtfeld projiziert. Und das klappt erstaunlich gut. Mein altes iPhone 4S ist absolut ausreichend.

In der Mitte des Blickfeldes befindet sich ein kleiner Kreis, mit dem die Objekte des eigenen Interesses am Sternenhimmel anvisiert werden sollen. Hat man das durch einfaches Kopfbewegen geschafft, so werden ergänzende Informationen, Bilder oder auch verbundene Sternbildlinien eingeblendet. Ein Erzähler versorgt uns zudem sehr gut verständlich mit weiteren interessanten Fakten. Grundsätzlich bietet die App mehrere Modis.

Quelle: universe2Go
Quelle: universe2go

So kann man z.B. zwischen einem
Entdecker-Modus (Sterne und Sternbilder mit ergänzten Informationen ansehen),
dem Mythologie-Modus (Sternbild-Figuren werden angezeigt und historisch erklärt) und dem
DeepSpace-Modus (für mit dem bloßen Auge nicht sichtbare Objekte wie Sternhaufen, Galaxien, Kometen…)
wählen.  Damit es für erfahrene Anwender nicht langweilig wird, gibt es zudem auch ein Astronomiequiz, das z.B. Sternbilder anzeigt, die man dann selber am Nachthimmel suchen muss.

Die Fülle an Informationen in Text, Bild und Audio erklärt dann auch die recht umfangreiche App-Größe. Laut Hersteller sind es

  • Kompletter Hipparcos-Katalog (ca. 120.000 Sterne)
  • Messier-Objekte und kompletter NGC-Katalog
  • Speziell aufgearbeitete Bilder: Planeten, 150 Deep-Sky-Objekte, Kometen und Satelliten
  • Audioguide: Alle 88 Sternbilder, Beschreibung und Mythologie, Planeten, 120 Deep-Sky-Objekte, Satelliten und 30 der hellsten Sterne – insgesamt über 3 Stunden!

Wie bedient man aber das Gerät, wenn das Smartphone doch im inneren liegt? Hier hat sich der Hersteller einen netten Kniff einfallen lassen. Schaut man bei der Benutzung normalerweise nach oben, so aktiviert man das Menü, in dem man auf den Boden schaut. Richtet man dann den Blick wieder in die Horizontale, so kann man mit Kopfbewegungen (links, rechts, etwas hoch, runter) die Gewünschten Menüpunkte anwählen. Anfangs wünscht man sich zwar doch lieber mechanische Druckknöpfe, aber mit etwas Übung geht es recht leicht von der Hand bzw. vom Kopf.

FAZIT:

Sehr empfehlenswert!

In den letzten Wochen (Danke an den Hersteller für die Geduld…!) habe ich das Teil öfters mal rausgeholt, mein Teleskop blieb jedoch drinnen. Gerade als Leittragender der städtischen Lichtverschmutzung „sehe“ ich dann doch mehr als ich es mit meinem Teleskop könnte. Astronomie-Einsteigern kann das Gerät bei der Orientierung am Nachthimmel viel hilfe leisten und weiteres Interesse wecken. Für die Hosentasche ist es zu groß, aber dennoch klein genug, um es leicht transportieren zu können.
Die Brille selbst ist zweckmäßig und funktioniert gut. Das Plastikgehäuse gefällt mir nicht so recht. Eine etwas fettige Haut der Nase und Stirn oder feuchte Finger malen sich leicht etwas unschön ab. Dafür ist sie materialbedingt angenehm leicht. Beim Transport sollte man besser Voricht walten lassen. Stärkere Stöße dürfte das Gerät wohl nicht verkraften. Ob ich für mehr Geld eine höherwertige Verarbeitung kaufen würde wage ich aber auch zu bezweifeln.

Insbesondere die Kombination mit der wirklich guten App, und der für mich sehr gelungene Einsatz von AR (Ingress und Pokemon GO lassen grüßen) haben mich wirklich überzeugt.

Klare Kaufempfehlung!

Mehr Infos gibt es beim Hersteller

 

Kurzfristige Info: Morgen darf man sich etwas wünschen!

Sternschnuppen

Die Eta-Aquariiden (gelegentlich auch Mai-Aquariiden genannt) sind ein Meteorstrom, den man jedes Jahr im Mai sehen kann. Sie stammen von dem berühmten Halleyschen Kometen. Seit mindestens zwei Jahrtausenden sind Sichtungen dieses Kometen nachgewiesen. Der Name „Aquariiden“ geht auf die lateinische Bezeichnung des Sternbilds Wassermann zurück.

Die Eta-Aquariiden sind von Mitteleuropa aus am besten am 06. und 07.05.2016 im Osten in der letzten Stunde vor der Morgendämmerung beobachtbar. Da der Radiant – nahe dem Stern Eta Aquarii (Sternbild Wassermann) – nur eine geringe Höhe über dem Horizont erreicht, besitzen die Meteore der Eta-Aquariiden einen flachen Eintrittswinkel in die Atmosphäre, wodurch die Meteorbahnen am Himmel oft auffallend lang erscheinen. Neumondbedingt und auf Grund des nun etwas wärmern Wetters sind die Beobachtungsbedingungen recht gut!

 

 

http://www.sternschnuppen-kalender.de/sternschnuppen.php

Astro-Highlights im Frühjahr

Auch im Frühling ist wieder einiges los am Nachthimmel. Besonders schön ist natürlich, dass die Temperaturen in dieser Jahreszeit steigen und die Sternenbeobachtung damit um einiges angenehmer wird, sodass wir die nächtlichen Himmelsschauspiele wieder richtig genießen können.

Ein besonderes Highlight ist der Merkurtransit am 9. Mai. Dieses Ereignis ist sogar noch seltener als eine Sonnen- oder Mondfinsternis. Alle 88 Tage umrundet Merkur die Sonne. Die Erde umkreist die Sonne in dieser Zeit zu etwa einem Viertel, weshalb Merkur die Erde nach 116 Tagen überholt. Damit ergibt sich alle 116 Tage eine sogenannte untere Konjunktion – ein innerer Planet bewegt sich zwischen dem Beobachter und der Sonne hindurch. Meist jedoch bedeckt der Merkur die Sonne nicht, sondern wandert südlich oder nördlich an ihr vorbei. Denn die Bahn von Merkur ist um 7 Grad zur Erdbahnebene geneigt. Am 9. Mai befindet sich Merkur dagegen nahe eines Schnittpunktes zur Erbahnebene und in der unteren Konjunktion, weshalb wir ihn von der Erde aus als dunklen Punkt vor der Sonne entdecken können.

Doch auch andere Planeten wie Venus, Mars oder Saturn können uns im Frühjahr in Staunen versetzen. So wird Venus am 6. April vom Mond bedeckt. Am 25. April bilden Mars, Antares, Saturn und der Mond ein Quartett am Himmel und am 22. Mai befindet sich Mars in Opposition.

Diese und weitere Ereignisse findet Ihr in der folgenden Infografik.

u2g-infografik-Astro-highlights-fruehjahr-de

Zum lesen ist sie in dieser Ansicht zu klein. Also: Rechtsklick auf das Bild, Speichern unter (einem Ort, wo Ihr sie wiederfindet…) und dann separat öffnen.

Viel Spaß beim Beobachten des Frühjahrshimmels!
(Mit bestem Dank an Universe2go….)

Mars, Jupiter und Venus derzeit gemeinsam am Morgenhimmel

Mars, Venus und Jupiter über Wiesbaden

Mars, Venus und Jupiter über Wiesbaden

Schon die letzten Tage waren die Planeten Mars, Venus und Jupiter am Morgenhimmel, am besten kurz vor und während der Dämmerung, zu sehen. Schlechte Sichtverhältnisse verhagelten mir aber stets die Aufnahme. Da sie sich inzwischen schon wieder langsam voneinander entfernen, sah ich mich dann doch genötigt mal „abzudrücken“:

Klickt man auf das Bild, so sind die drei Planeten dann auch erkennbar. Links als schwacher Punkt der Mars, gefolgt von Jupiter (oben) und Venus (darunter). Und was soll ich sagen? Der Himmel über Wiesbaden ist auch nicht besser/dunkler als im Pott (Essen) – mehr als die 3 Lichtpunkte waren am Himmel auch nicht auszumachen…

„Super-Blutmond“ 2015

Mondfinsternis in Erdnähe 2015.

Hier in aller kürze drei meiner Fotos der Mondfinsternis vom 28.09.2015.

Mondfinsternis 2015

Mondfinsternis 2015 (Smartphone vor das Teleskopobjektiv gewackelt)

Der Medienhype ist vorbei….
Groß? Ne, auch nicht viel mehr als sonst
Rot? ein wenig
War aber dennoch schön dabei zu sein!

Termin: 28.09.2015 – „Superblutmond“ im Anmarsch! (Mondfinsternis)

Es folgt ein Reblog eines Artikels des Partnerblogs  favicon interstellar.at:
Danke für den Input!

Nach mehr als sieben Jahren ist es wieder so weit. Was? In Österreich (und Deutschland (Anmerkung von astronomisch!) wird am 28. September diesen Jahres eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Noch dazu wird die Stellung des Mondes in Erdnähe sein, das heißt in seinem geringsten Abstand von etwa 360.000 km. Dies wird gemeinhin als „Supervollmond“ bezeichnet (dabei handelt es sich allerdings keineswegs um einen astronomischen Fachbegriff).

Blutmond

Mondfinsternis

Was klingt, wie ein abgedroschenes „Hexenverfilmungsthema“ ist das, was auch kommenden Montag zu sehen sein wird. Dieser Effekt tritt immer dann auf, wenn die langwelligen roten Anteile des Sonnenlichts von der Erdatmosphäre gebrochen werden und auf die Mondoberfläche treffen. Dann verfärbt sich der Mond zusehends rot und man spricht vom „Blutmond“.

Der Vollmond im September wird zusätzlich auch als Erntevollmond bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass in früherer Zeit das Licht dieses Vollmondes dazu genutzt wurde, um nach Sonnenuntergang noch die letzten Reste der Ernte einzubringen.

Die Mondfinsternis beginnt gegen 02.00 Uhr morgens und dauert bis zirka 06.30 Uhr. Zwischen etwa 04.00 Uhr und 05:30 Uhr ist der Mond komplett verdunkelt. Er steht dabei im Südwesten. Wenn Sie die Mondfinsternis verfolgen möchten, sichern Sie sich einen Platz hoch oben über Stadt und Land, damit Sie alles ohne Einschränkungen verfolgen können.

Sonne, Mond und Erde

Während sich eine Sonnenfinsternis bei Neumond ereignet, können Mondfinsternisse prinzipiell nur bei Vollmond über die Bühne gehen. Die maximale Dauer solch einer totalen Mondfinsternis beträgt etwa 1 Stunde und 46 Minuten. Die Erde tritt dabei zwischen Sonne und Mond, der nur in dieser Konstellation in den Erdschatten gelangen kann.

Mondfinsternis Ablauf

Termin: 13.08.2015 – Perseiden Sternschnuppen-Maximum

Sternschnuppen

In den  ersten drei Augustwochen können vermehrt auftretende Sternschnuppen beobachtet werden.
Das Sternschnuppen-Maximum dürfte dann in der Nacht vom 12. auf den 13. August sein.
Je nach Wetterlage können bei klarem Himmel auch die Tage davor oder danach noch interessant sein.
Am 14. August ist Neumond. Dann sind auch die lichtschwächeren Sternschnuppen zu sehen.

Der Blick nach oben lohnt sich also bald wieder – viel Spass!

Himmelspärchen – Reloaded

Die Venus dominiert derzeit noch immer den Abendhimmel.  Auch bei einem etwas diesigen Stadthimmel ist sie meist gut sichtbar – noch bevor die anderen Sterne zum Vorschein kommen. Hin und wieder sucht sie sich dabei einen schönen Begleiter. In diesem Falle spricht man von einer Konjunktion

Im Februar war es Mars.
Im März war es der Mond.
Im April waren es die Plejaden.

Und nun ist es Jupiter – der größte Planet unseres Sonnensystems.

Die beiden fallen unmittelbar bei Sonnenuntergang auf und sind im Wester/Nordwesten für rund zwei Stunden am Abendhimmel zu bewundern. Mit zunehmender Dämmerung strahlen sie immer heller. Der hellste der Planeten geht um 23¼ Uhr im Westnordwesten unter. Venus ist -4.7 mag (je kleiner die Zahl, desto heller…!) hell und wandert durch das Sternbild Löwe.

Jupiter ist nicht mehr lange am Abendhimmel zu sehen. Er steht in der Abenddämmerung etwa 2-3° rechts von der hellen Venus. Jupiter weist eine Helligkeit von „nur“ -1.8 mag auf. Er ist zwar WESENTLICH größer als Venus, aber auch eben WESENTLICH weiter weg… !Die Monde von Jupiter können aber bereits mit einem Fernglas erkannt werden – haltet einfach mal drauf!

 

Venus bei den Plejaden

Kleiner Astro-Snack für zwischendurch:

Der Abendstern Venus steht derzeit im Westen recht hoch am Himmel. Nicht weit davon entfernt sind die Plejaden zu sehen.

Nach einigen Fehlversuchen, geschuldet der allg. Lichtverschmutzung und der noch dazu leider notwendigen Blickrichtung in Richtung Essener Innenstadt, konnte ich die Plejaden bestenfalls erahnen. Heute hatte ich etwas mehr Glück. Das Teleskop habe ich nicht rausgekramt, aber dafür meine Kamera:

Venus und die Plejaden

Venus und die Plejaden (Klick auf das Bild für die größere Version)

 

Rechts unterhalb der hell leuchtenden Venus sind die Plejaden erkennbar.

Hoffe Ihr konntet was erkennen…

Sonnenfinsternis in Brieselang

Da hier in Essen von der SoFi nix zu sehen war, ich das Thema aber nicht unerwähnt lassen möchte verweise ich hiermit auf die tollen Eindrücke und Fotos von „DeepSkyDaddie“

DeepSkyDaddie

IMG-20150320-WA0010 Dat bin icke.

Heute war der Tag der Tage 😉 Ich gebs zu. Ich hatte schon ziemliche Bedenken, ob das Wetter mitspielt. Aber was soll ich sagen? Der olle Wettergott mag den ollen Olli wohl 🙂 Keine Wolken!!! Bis zum Ende der SoFi war es wunderbar klar.

Am Vortag habe ich alles vorab getestet, damit auch heute nichts schief läuft. Dann bimmelte heute morgen der Wecker und es wurde aufgebaut. Hmmmm. Mein Hobby nimmt wohl Platz weg 😀 Aber es wurde noch voller, als Freunde zum geplanten Treffen vorbei kamen. Insgesamt waren acht Teleskope am Start. Alles ordnungsgemäß mit Sonnenschutzfolie gesichert. So einen Mist wie Schweißerbrillen oder Röntgenaufnahmen machen wir hier nicht. Ich hoffe das hat keiner von euch versucht. Ich könnte da teilweise schreiend durch die Gegend rennen, wenn ich diese „Alternativen“ zu einer fehlenden Sonnenbrille höre. Sehr cool fand ich die Idee von einem Kollegen, der heute eine Lochkamera…

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Mond bei Venus

Heute steht die noch recht junge Mondsichel nah bei der Venus. Beide strahlen um die Wette und sind sicherlich einen Blick nach oben wert.

Mond bei Venus

Mond bei Venus

Das Himmelspaar kann noch bis etwa 21:45 (je früher desto besser) am Himmel beobachtet werden.

Neben der dünnen Mondsichel kann auch der Rest des Mondes dank des recht starken Erdlichts erkannt werden.

Die ISS über Deinem Kopf!

 

Internationale Raumstation ISS

Internationale Raumstation ISS

Die internationale Raumstation (ISS = International Space Station) zieht Tag für Tag, Nacht für Nacht Ihre Bahnen rund um -sorry- über den Erdball. Von Zeit zu Zeit fliegt sie auch über Deutschland und auch über Deine Stadt. Wenn Sie das tut, es dunkel und wolkenlos ist, so kann man sie mit bloßem Auge recht leicht erkennen. Zunächst könnte man den sich bewegenden, hellen Lichtpunkt für ein Flugzeug halten, doch fehlt das typische Blinken der Positionslichter.

OK, ein sich bewegender Lichtpunkt… doch macht man sich bewusst, dass es ein Objekt etwa von der Größe eine Fußballfeldes ist, viele Länder beteiligt sind, und dort oben Menschen im Erdorbit sind, so bekommt dieser Punkt für den einen oder anderen doch eine andere Bedeutung.

Das obrige Bild der ISS habe ich übrigens mit einer recht alten Digitalkamera aufgenommen. Es zeigt die ISS unterhalb des großen Wagens als Strichspuraufnahme mit einer Belichtungszeit von 60 Sekunden.

Wann ist sie denn zu sehen? Die NASA bietet eine Webseite, auf der man sich und seinen Standort (Stadt) recht leicht, jedoch auf Englisch (Sign Up!), registrieren kann:
SpotTheStation

Ab sofort erhaltet Ihr dann rechtzeitig (ein paar Stunden zuvor) eine Email mit den benötigten Informationen zur Sichtbarkeit. Beispiel:

(Zeit) Time: Sun Feb 15 6:20 PM (Abends),
(Sichtbarkeitsdauer) Visible: 4 min, 
(max Beobachtungshöhe, Grad) Max Height: 72 degrees
(Himmelsrichtung Beginn) Appears: WSW
(Himmelsrichtung Ende) Disappears: E

Termin: 20.02.2015 – Mars und Venus – Ein Himmelspärchen

Die Lichtpunkte am Himmel bestehen ja nicht nur aus Sternen, sondern auch aus den Planeten unseres Sonnensystems. Anders als die Sterne verändern die Planeten langsam aber ständig Ihre Position. Zwei von Ihnen – Venus und Mars – sind schon jetzt recht nah zusammen am Himmel zu sehen.

Mars und Venus am Abendhimmel

Mars und Venus am Abendhimmel des 14.02.2015 – Klick mich!

Beide nähern sich noch weiter an, und bilden am 20./21.02.2015 ein Himmelspärchen, so dass sie sogar im Teleskop (bei nicht allzu großer Vergrößerung) zusammen im Sichtfeld zu sehen sein dürften. Als besonderes Bonbon wird auch die dann sehr dünne Mondsichel ebenfalls in der Nähe zu sehen sein.

Termin: 20.03.2015 – ab 09:30 Uhr: Partitielle Sonnenfinsternis in Deutschland!

Photo: ESA

Photo: ESA

Save the Date! Partitielle Sonnenfinsternis in D! Besser wird es für Euch auf absehbare Zeit nicht mehr. Die nächste partielle Sonnenfinsternis kommt dann erst 12.08.2026, die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland kommt gar erst am 03. September 2081!

Natürlich gibt es auch hierzu wieder Webseiten wie Sand am Meer…

http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_vom_20._M%C3%A4rz_2015

Worum geht es? Im Grunde zunächst um meinen Artikel

https://astronomisch.wordpress.com/2014/10/15/sonne-und-mond-gleich-gros/

Selten kommt es vor, dass sich der Mond genau vor die Sonne schiebt, und diese daher für den Erdbeobachter verdunkelt (totale Sonnenfinsternis). Etwas öfter, aber noch immer selten, bedeckt der Mond die Sonne nur teilweise (partielle Sonnenfinsternis).

Ach ja, auch bei der Sonnenfinsternis nie direkt in/zur Sonne sehen. Besorgt Euch wenigstens eine Schutzbrille wie diese:

http://www.baader-planetarium.de/sektion/s46/s46.htm#brille

(KEINE WERBUNG, NUR EIN BEISPIEL…!)