Termin: 15 September 2017 – Cassinis großes Finale / Video

Termin: 15 September 2017 – Cassinis großes Finale / Video

am 15. September wird die Cassini-Saturnsonde Ihre fast 20 jährige Mission mit einem „Sturz auf Saturn“ beenden.
Hierzu hat die NASA(/JPL) einen wirklich sehenswerten Film erstellt – vom Missionsstart bis zum großen Finale.

Copyright NASA/JPL

Copyright NASA/JPL

Ein interessantes Missionsarchiv findet Ihr hier.

Ihr mögt gute, missionsbezogene 3D Animationsfilme? Dann schaut Euch auch unbedingt den Jupiter / Juno Cinematic Trailer an!

 

 

 

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Ist die Voyager 2 Raumsonde aktuell auf dem Rückweg?!

Ich bekomme noch immer regelmäßig die Twitter-Meldungen der Voyager Sonden zu deren aktuellen Status und deren Entfernung zur Erde. So kam ich auf die Idee, mal zu schauen, welche Distanz die Voyager-Sonden seit meinem damaligen Blog-Beitrag vom 09.11.2014 zurückgelegt haben. Also habe ich einen Blick in den Twitter-Account geworfen und die Zahlen geprüft.

Dort las ich zu Voyager 2:
@NSFVoyager2 8 Std.Vor 8 Stunden
I am currently 15 hrs 47 mins 06 secs of light-travel time from Earth

Etwas weiter gescrollt las ich dann einen Monat zuvor:
NSFVoyager2? @NSFVoyager2 14. Apr
I am currently 15 hrs 48 mins 11 secs of light-travel time from Earth

Moment – im April war die Sonde weiter weg als es aktuell der Fall ist?! Ein Fehler? Und keiner merkt es?! Sie fliegt doch von uns weg – in die grobe Richtung Sirius?!  Ich prüfte weitere Einträge, aber die scheinbar falschen Zahlen setzten sich fort – Je weiter ich in die Vergangenheit ging, desto weiter weg war die Sonde.:

@NSFVoyager2 14. März
I am currently 15 hrs 49 mins 25 secs of light-travel time from Earth
@NSFVoyager2 25. Feb.
I am currently 15 hrs 49 mins 47 secs of light-travel time from Earth
@NSFVoyager2 15. Feb.
I am currently 15 hrs 49 mins 49 secs of light-travel time from Earth

Also kam und kommt sie uns aktuell stetig näher…

Dann, am 13. Feb. 2017 wendete sich das Blatt, und die Zahlen verhielten sich wie erwartet
@NSFVoyager2 13. Feb.
I am currently 15 hrs 49 mins 48 secs of light-travel time fromEarth

Was war also passiert? Ist „V’Ger“ (Schönen Gruß an alle StarTrek Fans 😊 ) auf dem Weg zurück zur Erde?
Die Erklärung ist dann doch recht einfach:
Die Sonde bewegt sich mit 57.890 km/h auf der Ebene der Ekliptik (danke an die Astro-Kramkiste!). Auch die Erde bewegt sich auf dieser Ebene, und fliegt dabei von Zeit zu Zeit der Sonde ein Stück weit hinterher,  ist dabei aber mit 107.208 km/h schneller als diese.

In dieser Zeit verringert sich der Abstand. Gleiches gilt übrigens auch für Voyager 1 die mir 61.000 km/h unterwegs ist.
Nach dieser dann doch einigermaßen verständlichen Erklärung komme ich wieder zur meiner Ursprungsfrage:

Welche Distanz hat die Voyager1 Sonde seit meinem damaligen Blog-Beitrag vom 09.11.2014 zurückgelegt? Oder korrekter, wie hat sich der Abstand der Sonde zur Erde vergrößert?

Am 09.11.2014 waren es 19.487.394.953 KM
oder etwa 130 AU (astronomische Einheiten (Abstand Erde-Sonne)
oder 18 Lichtstunden (etwas abgerundet)

Nun (14.05.2017) sind es 20.505.804.127 KM (+ 1018409774 km)
oder etwa 137 AU (+7)
oder 19 Lichtstunden (etwas abgerundet) (+1)

Fly me to the moon … Ok!

Umgehauen hat mich heute ein Tweet von Elon Musk: Fly me to the moon – OK

Seitdem habe ich einen Ohrwurm. Und das lapidare „OK“ weckt bei mir gleichermaßen etwas Belustigung wie auch Bewunderung. Verlinkt wird ein erklärender Bericht von SpaceX:
„Wir freuen uns zu verkünden, dass SpaceX beauftragt wurde, zwei Privatleute auf einer Reise um den Mond Ende des nächsten Jahres zu fliegen. Sie haben bereits eine erhebliche Anzahlung bezahlt, um eine Mondmission zu machen. Wie die Apollo-Astronauten vor ihnen, werden diese Individuen in den Raum reisen, der die Hoffnungen und Träume der ganzen Menschheit trägt, angetrieben von dem universellen menschlichen Forscher-Geist.“(…)

elon

Erst kürzlich gab die NASA bekannt, dass auf Bitte der US-Regierung eine Studie in Auftrag gegeben wurde, um zu prüfen, ob für den bislang unbemannten Testflug zum Mond nicht nun doch schon eine Test-Crew mit eingeplant werden könne. Diese Studie soll bereits im Frühjahr fertig gestellt werden. Ich will hier nicht politisch werden, aber das ist doch mal eine positive Nachricht…! (imho)

„Die Bewertung wird die technische Machbarkeit, die Risiken, die Vorteile, die zusätzlichen Arbeitsaufgaben, die benötigten Ressourcen und die damit verbundenen Zeitpläne berücksichtigen, um die Besatzung der ersten Mission hinzuzufügen. (…)
Unsere Priorität ist es, die sichere und effektive Durchführung aller unserer geplanten Explorationsmissionen mit der Orion-Raumsonde und dem Space Launch System Rakete zu gewährleisten (…)Es wird davon ausgegangen, dass zwei Besatzungsmitglieder Mitte 2019 starten und Anpassungen an das aktuelle EM-1-Missionsprofil vorgenommen werden(…)

  • UPDATE 16.05.2017 – Es bleibt dann doch wie gehabt: Ein vorziehen des bemannten Fluges wäre technisch machbar, wurde aber als zu teuer und risikoreich eingestuft.

Meine bisherigen Kenntnisse gingen von einem ersten bemannten Mondflug 2023 aus – also wird es deutlich schneller spannend.

Auch wenn sich Nasa und SpaceX allem Anschein nach aktuell sehr lieb haben,

musk2

so beschleicht mich dennoch das Gefühl, dass Konkurenz eben doch zu schnelleren Ergebnissen führt.

Wir reden zwar noch nicht wieder von einer Mondlandung, aber wir dürfen gespannt sein – und nun nicht mehr so lange…

 

 

 

 

SLS und Orion – Bis zum Mond und noch viel weiter! – Technik und Status

sls_in_clouds

Copyright: NASA

Bis zum Mond und noch viel weiter!
So könnte das Motto der NASA zu Orion und SLS lauten. Aber was sind Orion und das SLS, und wie ist der aktuelle Status?
Das Orion Projekt lässt einige Meschen schon vom Namen her an die Zukunft denken – erinnert es doch an die damalige Sci-Fi Serie „Raumpatrouille Orion“. Wirkliche Gemeinsamkeiten gibt es jedoch nicht weiter – ausser das es Menschen ins All befördern soll.

SLS/Orion ist eines der ambitioniertsten Projekte der NASA. Nach den bei der Mondlandung verwendeten Saturn V Raketen und den später -ausschließlich für Orbitalflüge-
verwendeten Space Shuttles, soll nun Orion/SLS die Menschen wieder über den Orbit hinaus in All bringen. Zunächst wird das SLS (Space Launch System) voraussichtlich Nutzlast in den Orbit bringen, später soll Orion Menschen zum Mond, und noch später Menschen zum Mars bringen. So sieht es jedenfalls der langfristige Plan vor.

Copyright: NASA

Copyright: NASA

Bisher geplante Termine:
5. Dezember 2014 (unbemannter Orbitalflug)
30. September 2018 (unbemannter Mondflug, geplant)
2023 (bemannter Mondflug, geplant)

SLS/Orion? Was ist was? So wie es früher die Apollo Landekapseln gab, die mit den Saturn Raketen ins All gelangten, so sitzt im Grunde Orion auf dem SLS. Bei Orion handelt es sich also um die Raumkapsel (mit ein paar weiteren Komponenten) mit Platz für 4-6 Personen, und beim dem SLS (Space Launch System) um die Rakete darunter. Das Gesamtkonstrukt ist dabei beeindruckend groß:

groesseIn dieser Darstellung handelt es sich um die SLS-Block 1 Konfiguration. Diese ist erheblich größer als das Space Shuttle, und sogar größer als die Freiheitsstatue, jedoch noch kleiner als die bei der Mondlandung verwendete Saturn V Rakete. – Noch… Die „Block 1B Crew“ Konfiguration übertrumpft mit 364 ft (111 Meter !!!) auch diese. The bigger the better… Aber dazu (Blocks) später mehr.

Es bietet sich an, die beiden Dinge (Orion / SLS) getrennt von einander zu betrachten.

SLS
Das SLS (Space Launch System) ist die neue Schwerlastrakete, man könnte auch sagen das Arbeitstier der NASA. Sie in Gänze zu beschreiben wäre evtl. etwas langweilig und zudem sehr technisch. Eine gute Beschreibung zum Aufbau findet Ihr  hier.

Anders als die Space Shuttles sieht die Rakete eher wieder klassisch aus – wie eine Rakete eben. Allenfalls die beiden an den Seiten angebrachten Booster-Raketen haben einen gewissen Wiedererkennungswert. Das SLS ist dabei grundsätzlich modular aufgebaut. Das Aussehen wird sich im Laufe der kommenden Missionen, angepasst an die steigenden Anforderungen, weiter entwickeln.

Copyright: NASA

Copyright: NASA, Klick zur Vergrößerung!

Die Block 1 Konfiguration wird für den noch unbemannten (aber mit Kapsel!) Testflug zum Mond verwendet werden. Die leistungsfähigere Variante Block 1B Crew dann für den bemannten Mondflug, bei dem mehr Nutzlast befördert werden muss, während Block 1B Cargo, wie der Name schon sagt, für Frachtflüge (Sateliten) verwendet wird. Die Block 2 Konfiguration ist dann für die Marsflüge vorgesehen. Während die Core-Stage (der braun/orange Teil) dabei unverändert bleibt, weicht der Nutzlast-Teil schon erheblich ab, und es sollen auch neue, leistungsfähigere Booster eingesetzt werden.

Orion – auch Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV)
Der erste unbemannte Testflug von Orion, den die NASA Exploration Flight Test 1 (EFT 1) nennt, fand bereits am 5. Dezember 2014 (noch ohne ESM) statt. Ich berichtete darüber:
Orbital-Testflug der neuen NASA Orion Raumkapsel
Nehmt Teil an der Reise zum Mars…

Copyright: NASA

Copyright: NASA

Photo: ESA

Copyright: ESA

Die Kapsel – das Crewmodul – ähnelt in der Form den Apollo-Kapseln, ist aber rund doppelt so groß wie diese: Statt drei finden daher bis zu vier Astronauten darin Platz. Bei Kurzzeit-Missionen im niedrigen Erdorbit können sogar bis zu sechs Crewmitglieder mitfliegen. Wie auch das SLS ist Orion ebenfalls modular aufgebaut. Es besteht also nicht nur aus der Kapsel, sondern auch aus dem Service-Modul, der Rettungsrakete und weiteren Komponenten:

Copyright: NASA

Copyright: NASA

Orion ist dabei nicht rein amerikanisch. Auch die ESA beteiligt sich maßgeblich am Projekt.

Zusammenarbeit mit der ESA:
Wie zwischen NASA und ESA im Dezember 2012 vereinbart, soll das neue US-Raumfahrzeug „Orion“ zur bemannten Erforschung des Weltraums von einem europäischen Servicemodul (European Service Module, ESM) angetrieben werden. Dieses Modul basiert auf dem Design und den Erfahrungen des Versorgungsfahrzeugs ATV (Automated Transfer Vehicle) für die Internationale Raumstation ISS, das Airbus Defence and Space entwickelt und gebaut hat.

Das ESM ist für den Antrieb, die Energieversorgung, die Temperaturkontrolle und weitere zentrale Elemente des Lebenserhaltungssystems verantwortlich und befindet sich unterhalb der Orion-Kapsel. Es stellt Trinkwasser und Atemluft und Strom für die Astronauten im bewohnbaren Modul bereit. Auch dient es als Antrieb, nachdem die letzte Raketenstufe abgetrennt wurde.
Bei der Rückkehr wird es von der Landekapsel abgetrennt und verglüht in der Erdathmosphäre. Voll beladen wiegt allein das ESM beim Start etwa 15 Tonnen.

Das ESM ist bereits fertiggestellt. Am 14.12.2016 erfolgte die Übergabe des Testberichtes an die NASA, was auch gleichzeitig das Ende der Testphase markierte. Uneigennützig ist das Projekt für die ESA natürlich auch nicht. Mit der Lieferung des ESM gleicht die ESA ihren Anteil an den Betriebskosten für die ISS (Internationale Raumstation) für die Jahre 2018 bis 2020 aus. Mit den USA wurde vereinbart, dass die Kosten für die Teilnahme am ISS-Programm über Partergeschäfte verrechnet werden. Man sichert also Arbeitsplätze und stärkt den Technologiesektor während man für die Betriebskosten der ISS keine €uros direkt überweisen muss. Eine Antonov-Transportmaschine wird Anfang 2017 das ESM in die USA transportieren.

Bis zum Marsflug, etwa 2030, stehen uns also noch interessante Dinge bevor. Ich kann schon die Mondflüge kaum abwarten!

 

 

 

Jupiter / Juno – Cinematic Trailer!

im hier folgenden Kurzartikel geht es weniger um Astro News/Facts.
Das Folgende ist eher für Kino/SciFi Fans interessant… 😉

juno

Copyright: NASA/JPL

 

 

Im Vorfeld der aktuell noch laufenden Juno-Mission hat die NASA einen sehenswerten Trailer veröffentlicht, der meiner Meinung nach auch als Kino-Trailer geeignet wäre. Bin erst jetzt drauf gestoßen.

Wenn Ihr ihn noch nicht kennt, empfehle ich folgende Links:

Jupiter: Into the Unknown (NASA Juno Mission Trailer)
Alternativ-Link: YouTube

Wer nun mehr Lust auf Details zur Jupiter/Juno-Mission hat, der wird hier fündig.

Iridium Flares

Iridium-Flare

Iridium Flares – cooler Name und sehr hell – aber was ist das?

Beim spätabendlichen oder nächtlichen Blick in den Himmel ist dem einen oder anderen bestimmt schon einmal ein meist recht lichtschwacher Punkt aufgefallen, der seine Bahn quer über den Nachthimmel zieht. Ohne blinkende Positionslichter und bei geltendem Nachtflugverbot kann es sich nicht um ein Flugzeug handeln. Die ISS ist es auch nicht, denn die ist i.d.R. erheblich auffälliger da sie dauerhaft sehr hell leuchtet wenn man sie sehen kann.

Aber was ist es dann? Meist handelt es sich um Satelliten oder Weltraumschrott wie alte Raketenstufen. Mit verschiedensten Programmen oder auch -„Neu“deutsch- Apps kann, kann man sich die aktuellen Flugbahnen dieser Objekte vorhersagen lassen. Ein gutes Beispiel ist übrigens die „Sky Guide“ app. Aus der Masse der zu beobachtenden Objekte stechen dabei die Iridium-Satelliten heraus. In folge Ihrer Bauart reflektieren sie das Sonnenlicht immer wieder für einen kurzen Moment besonders hell. Das reflektierte Licht bildet einen Lichtkegel auf der Erdoberfläche.

iridium_animation

Dieser Kegel hat nur wenige Kilometer Durchmesser. Aus diesem Grund ist ein Flare eines Iridium-Satelliten nur in bestimmten Gebieten zu sehen. Je dichter man sich am Zentrum des Lichtkegels befindet, desto heller und intensiver erscheint die Leuchterscheinung. Der zunächst recht unscheinbare Punkt wird immer heller und heller, und wird für einen kurzen Moment das hellste Objekt am Himmel (Abgesehen vom Mond natürlich). Dieses Aufleuchten nennt sich dann Iridium-Flare. Das Spektakel dauert dann etwa 20 Sekunden.

Die zu beobachtende Helligkeit wird mit der Einheit „mag“ beschrieben. Je kleiner/negativer dieser Wert ist, umso heller ist das Objekt. Zum Vergleich:
– Mond: – 12,7 mag
– Iridium Flare: – 8 mag
– ISS: – 4,5 mag
– Venus: -4,6 mag
Allen „Fans“ von ISS (International Space Station) Beobachtungen seien die Iridium Flares also dringend empfohlen!

Iridium-Flares können also etwa (maximal) -8 mag hell werden. So helle Flares sind aber eher selten und ereignen sich nur ca. ein Mal pro Woche. Aber auch nicht ganz so helle Lichtblitze sind einen Blick oder ein Foto wert. Die Erfahrung zeigt: Alle Flares, die heller als -4 mag sind, lohnen sich zu beobachten. Und – je steiler die Flugbahn, desto heller erscheint das Aufleuchten, da vielerorts eher horizontnahe Beobachtungen durch die Städtische Lichtverschmutzung eingetrübt werden.

Da das Iridium-Netzwerk aus insgesamt 66 Satelliten besteht, sind Iridium Flares recht häufig, und lassen sich wie bereits erwähnt auch berechnen. Dabei kommt es auch vor, dass mehrere Flares pro Nacht zu sehen sind. Manchmal und seltener sogar kurz hintereinander in Abstand weniger Minuten auf der gleichen Flugbahn oder auch parallel zueinander.

Wer mehr zum Thema erfahren möchte, der sollte auf der Seite Iridium-Flare.de  von Andreas Möller vorbeischauen, der dem Thema eine eigene gut sortierte Seite widmet, und auch  ein Fotographie-Tutorial zu Iridium Flares anbietet. An dieser Stelle auch mein Dank zum genehmigten Entleihen von Inhalten.

Termin: 14.03.2016 – Start der Exo Mars Mission

ExoMars 2016 - Quelle: esa
Exo Mars 2016 – Quelle: esa

Presseeinladung: Nächster Flug zum Mars startbereit

„Der Start der ExoMars-Mission 2016 ist für den 14. März um 10.31 Uhr MEZ vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan geplant. Vertreter der klassischen Medien und Social Media-Influencer sind eingeladen, sich für die aus diesem Anlass stattfindende ganztägige Veranstaltung im Satellitenkontrollzentrum ESA / ESOC in Darmstadt anzumelden. “

Ich werde berichten, ob vor Ort oder auch nicht. Angemeldet habe ich mich jedenfalls…

Quelle: Application for ESA Social Media Credential

Noch mehr Mondfotos!

Im letzten Jahr hat die NASA das Archiv der Fotos der Apollo-Missionen veröffentlicht. Wer nun aktuelle Fotos der Mondoberfläche sehen möchte, der möge weiterlesen!

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Bereits am 14 Dezember 2013 erreichte der Lander Chang´e 3 der China National Space Administration (kurz CNSA) erfolgreich den Mond. Mit an Bord befand sich der kleine Rover namens Yutu (Jadehase), der zwar nicht hüpfte, aber immerhin etwas (114m…) fahren konnte. Leider versagte schon wenig später am 25. Januar 2015 der Antrieb des Rovers.

Dennoch sendeten der Lander und der Rover etwa 35 GB an Daten. Darunter viele Fotos, die Planetary Society nochmals zusammentrug und nun veröffentlichte:

Viel Spaß beim Stöbern!

Bastel mal wieder – Papiermodelle von Raumschiffen, Rakten und Sonden

Der erste Artikel in 2016! Viel Spaß beim Lesen und Basteln!

Ein Nasa Orion Modell

Ein NASA Orion Modell (hier noch die alte Variante)

 

Eher zufällig bin ich über ein Papiermodell des neuen NASA Orion-Moduls gestolpert.

Nach kurzer Recherche musste ich überrascht feststellen, dass es sogar eine große Fülle  an Papiermodellen aller möglichen Raumschiffe, Raketen und Sonden gibt.

Teils sind diese Modelle eher für Kinder gedacht, teils sind sie sicherlich eher an Erwachsene gerichtet. Andererseits gibt es aber wohl auch Kinder die geschickter sind und den Umgang mit Klebstoff besser beherrschen… Das Rosetta-Modell der esa ist beispielsweise recht einfach und im Comic-Stil gehalten, das Orion Modell ist da schon erheblich fummeliger.

Copyright: esa

Hier eine Liste (erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit) der mir bekannten Seiten:

  • Die esa Kids-Modelle (Rosetta, SOHO, Mars Express, Hipparcos Globe)
  • Das NASA Orion-Modell
  • Das esa ATV-Modell
  • NASA JPL Modelle (Juno, Galileo, Stardust, Cassini, Pathfinder, Odyssey, Near, Climate Orbiter)
  • NASA/esa Modelle (Mars Express (esa), SOHO, Lunar Prospector, Genesis, Cassini, Galileo)
  • NASA – weitere Modelle (Hubble, James Webb, Kepler, Spitzer, Swift, Wise, Chandra)
  • NASA – Space Shuttle Modell
  • Ein esa Ariane5 Modell

Meine Empfehlung: Verwendet dickes Papier oder dünnen Karton, bringt viel Zeit, Geduld und Sorgfalt mit!

Vielleicht habe ich ja Euer Interesse geweckt.

Tolle Fotos! Project Apollo Archive

Kipp Teague hat mehr als 11.000 hochauflösende Fotos von den Apollo-Missionen (die mit der Mondlandung…) auf der Foto-Plattform Flickr hochgeladen, die er vom Johnson Space Center der Nasa erhalten hat. Die Bilder wurden von den Astronauten mit Hasselblad-Kameras aufgenommen und später digitalisiert.

Copyright: NASA, Project Apollo Archive

Copyright: NASA, Project Apollo Archive

Viel Spaß beim stöbern, bringt Zeit mit!

von astronomisch Veröffentlicht in Raumfahrt Verschlagwortet mit

Earthflag – Die Flagge der Erde

Da wir ja nun offenbar „bald“ zum Mars reisen werden, stellt sich die Frage, wie wir die Menschheit dort repräsentieren werden. Die Standardhandlung: Eine Fahne in den Boden rammen. – Nur welche?

Als der Mond durch die Amis erobert wurde, wurde das Sternenbanner (Stars and Stripes) aufgestellt. Immerhin sind Sterne drauf… mond_usaZusätzlich gab es da auch noch eine Plakette am Lander, wo von der Menschheit die Rede ist und die Weltkugel abgebildet ist.mond_plakette

Seit damals haben sich schon einige Designer an einer allgemeinen Flagge der Erde versucht, von denen ich die mir bekannten nun einmal vorstellen möchte.

un

An erster Stelle wäre da das Banner der vereinten Nationen. Meines Erachtens sehr gelungen und im Grunde auch völlig ausreichend.

Wikipedia: Die Flagge zeigt auf einem himmelblauen Flaggentuch in weiß die Erdkugel umrahmt von zwei Olivenzweigen. Die Karte zeigt die gesamte von Menschen bewohnte Landmasse – also ohne Antarktis. Im Mittelpunkt liegt der geographische Nordpol, um ihn die Kontinente der Nordhalbkugel, die Südhalbkugel ist durch die Projektion, welche einer mittabstandstreuen Azimutalprojektion ähnelt, verzerrt und flächenmäßig zu groß dargestellt. Die Olivenzweige sind ein klassisches Friedenszeichen. Die Flagge zeigt damit das Grundanliegen der Vereinten Nationen: Die ganze Welt in Frieden vereint.

Weil es  grad so schon passt: Mir ist da eine gewisse Ähnlichkeit zur StarTrek Flagge der vereinten Planeten aufgefallen.unp
Man könnte daher von einer zukünftig weiterentwickelten Version der UN-Flagge sprechen.

Nachteil der UN-Flagge: Sie zeigt zwar die in Frieden vereinigte Menschheit (schön wäre es…!), jedoch sagt sie wenig über unsere Position im All oder wenigstens im Sonnensystem aus.

Schon 1970 gab es einen Ansatz, der diesen Punkt etwas berücksichtigt: James Cadle’s „The Flag of Earth„:
flagofearth
Die Darstellung ist bei aller Einfachheit doch schon Aussagekräftig. Die blaue Erde mit Ihrem Mond vor der Sonne im schwarzen Weltall.

Diesen Ansatz hat der Reddit-User „TheFrek“ offenbar aufgenommen und gleich eine ganze Reihe von Flaggen entworfen, die die künftige Ausbreitung der Menschheit berücksichtigen. Die Grundversion sieht dann so aus:

earthflag_solar
Für meinen Geschmack fehlen hier aber die Saturnringe! Weiss hervorgehoben sind dann, auch in den anderen Versionen, die Gebiete, die der Mensch betreten hat (die Sonne mal ausgenommen!).

Der wohl aktuellste Versuch ist die (noch immer inoffizielle) „The International Flag of Planet Earth“ des Designers Oskar Pernefeldt:
The_International_Flag__of_Planet_Earth
Auf der Homepage gibt es eine sehr schöne Darstellung der Flagge in mehreren Qualitativ hochwertigen Fotomontagen und sogar ein 2-minütiges Designkonzept Video. Mit sieben weißen, ineinander verschlungenen Kreisen auf blauem Grund will Pernefeldt die Menschheit repräsentieren. Wie alles auf unserem Planeten miteinander verbunden ist so sind auch die 7 Ringe miteinander verbunden, so Pernefeldt. Das Blau repräsentiert dazu Wasser. Was bleibt ist ein nettes Mandala. Auch wenn die Präsentation klasse ist – mein Favorit ist diese Flagge nicht.

Mal sehen, was dann später mal im Marswind wehen wird.

(Das Copyright der gezeigten Bilder/Designs) gehört den genannten Designern und Organisationen)

Sende Deinen Namen zum Mars mit Mars-Insight!

Am 15.10.2014 Startete ich diesen Blog mit dem Artikel „Nehmt Teil an der Reise zum Mars…„. Unter der Bezeichnung NASAs „journey to mars“ fasst die NASA alle Marsmissionen der kommenden Jahre zusammen, die letztlich in einer bemannten Landung auf dem Mars gipfeln sollen.

Neben den rein wissenschaftlichen Programmen gibt es auch ein Begleitprogramm, in dessen Rahmen eine Liste von Namen auf einem Mikrochip mit an Board der Sonden/Lander/Kapseln sein wird. Registriete „Reisende“ sammeln dabei mit Ihren offiziellen Flugtickets Flug-(Space-?)Meilen. Sinnfrei? Ja, aber viel Spass dabei! Habt Ihr schon am Testflug der Orion-Raumkapsel teilgenommen oder wollt Ihr nun starten?

Dann registriert euch bis zum 08. September 2015 HIER.

Mein Programmstatus und meine Flugtickets:

 

Frequent_Flyer_Club

boarding-pass-with-miles_km

nasa_ticket

Neben diesem Spass-Faktor gibt es natürlich auch dieses mal einen ernsthaften Missions-Hintergrund:

InSight, Copyright: NASA

InSight, Copyright: NASA

Die kommende Mission ist Mars – InSight.
InSight soll einen einzelnen stationären Lander auf dem Mars platzieren, der tiefere Gesteinsschichten untersuchen und dadurch zur Klärung grundlegender Streitfragen der Planeten- und Sonnensystemwissenschaften um Prozesse, die die Gesteinsplaneten des inneren Sonnensystems (inklusive der Erde) vor mehr als fünf Milliarden Jahren formten, beitragen soll. InSights Hauptziel ist die Erforschung der frühesten Entwicklungsprozesse, die den Mars formten. Durch Untersuchung der Größe, Dicke, Dichte und der allgemeinen Struktur des Kerns, Mantel und Kruste, als auch des Maßes, mit dem Wärme das Planeteninnere verlässt, soll InSight Rückschlüsse über die Entstehungsprozesse aller Gesteinsplaneten des inneren Sonnensystems ermöglichen.
(Quelle und weitere Details: Wikipedia)

Registrierung bis: 08.09.2015
Missionsstart: 04.03.2016
Landung: 28.09.2016
Oberflächen-Operationsdauer: 728 Tag
Missionsende: 26.09.2018

 

 

EPIC! Vollmond der Rückseite des Mondes vor der Erde!

An dieser Aufnahme der EPIC (Earth Polychromatic Imaging Camera) des Satteliten DSCOVR (Deep Space Climate Observatory) ist so einiges ungewöhnlich:

(Bild: NASA/NOAA)
(Bild: NASA/NOAA)

1.) Es zeigt die Erde komplett als Einzelbildaufnahme
2.) Es zeigt den Mond vor der Erde
3.) Es zeigt die Rückseite des Mondes

Was ist an 1-3 ungewöhnlich?!
Seit den Apollo-Missionen (Die Amerikaner wollten zum Mond…) gab es nicht viele Einzelaufnahmen, die die blaue Murmel als Gesamtbild zeigen. Nicht viele Sonden schauen zurück. Fall es dann doch der Fall war, so waren diese meist noch zu nah an der Erde dran, so dass ein Gesamtbild oftmals aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzt werden mußte.

Auf dem Bild sieht der Mond so gar nicht wie der unsere aus. Das liegt daran, dass die meisten Menschen nur die uns zugewandte Mondseite kennen, denn der Mond zeigt uns immer die gleiche Seite. Um die Rückseite des Mondes sehen zu können muss man sich also hinter den Mond „stellen“.  2008 gelang der Sonde „Deep Impact“ ein ähnliches Bild, jedoch ohne „Vollerde“, da diese zu diesem Zeitpunkt nur partiell von der Sonne beleuchtet wurde. Auf der Rückseite des Mondes fehlen die großen, dunkleren Mondmeere, die dem Mond sein uns bekanntes Gesicht geben.

Die DSCCOVR (discover=entdecken…) Sonde selbst dient der Beobachtung des „Weltraumwetters“ und wurde übrigens nicht von der NASA oder ESA ins All geschossen, sondern mittels der Trägerrakte Falcon9 des privaten/kommerziellen Unternehmen SpaceX. DSCOVR befindet sich am Lagrange Punkt Nr. 1. Lagrange Punkte, von denen es 5 gibt, sind spezielle Orte im All, an denen sich die Schwerkraft von Sonne und Erde aufheben. Raumsonden können dort ohne oder nur mit wenigen Korrekturmanövern die Position halten.

l1_DSCOVR_diagram-45d9ae6b099beb9f(Bild: NASA)

Hier noch eine Animation der Mond-Passage:

dscovrepicmoontransitfull(Animation: NASA/NOAA)

Weiterführende Links:

Original-Artikel der NASA

DSCOVR – Homepage

Ein Friedhof der anderen Art

Als 2011 das amerikanische Shuttleprogramm eingestellt wurde war ich schon ein wenig betrübt, denn irgendwie sind klassische Raketenstarts nicht wirklich das Gleiche für mich, wenn es um den bemannten Flug ins All geht. Es waren zwar „nur“ Orbiter, kamen meiner Vorstellung von -Raumschiffen- aber doch am nächsten. Einigen unbekannt ist die Tatsache, dass es aber auch ein russisches Gegenstück zum amerikanischem Space-Shuttle gab – die Buran.

Buran, Copyright by Ralph Mirebs

Buran, Copyright by Ralph Mirebs

Ähnlich wie bei den Überschallflugzeugen Concorde / Tupolev sahen auch die Space Shuttles / Buran auf den ersten Blick identisch aus. Wer da was von wem geklaut hat überlasse ich den Historikern des kalten Krieges. Für die Buran spricht, dass Sie als mit Ihrer Trägerrakete Energija als leistungsfähiger galt. Gegen die Buran spricht jedoch leider auch, dass sie ausser bei Testflügen nie eingesetzt wurde, denn das Programm wurde aus Kostengründen vorzeitig gestoppt.

Bis vor kurzem dachte ich, es hätte nur ein Exemplar gegeben, das übrigens im Technik Museum Speyer ausgestellt ist.

Kürzlich hat jedoch der Fotograf Ralf Mirebs eine Fotoreihe veröffentlicht, in der ein im Kosmodrom Baikonur in Kasachstan wiederentdeckter, teils zerfallener Hanger mit drei weiteren Shuttles (oder Burans 😉 ?) zu sehen ist. Für mich sind es Ruinen eines Techniktraums. Die Bilder haben Ihren ganz eigenen Charm. Die Seite ist in Russisch, aber die Bilder sprechen für sich.

Photo (c) by Ralph Mirebs

Termin: 14. Juli 2015 – New Horizons erreicht Pluto

https://i1.wp.com/www.nasa.gov/sites/default/files/thumbnails/image/new_horizons-2.jpg

Zum ersten Mal erreicht eine Raumsonde am 14. Juli 2015 den Zwergplaneten Pluto und seinen Mond Charon. Bislang konnten selbst die besten Teleskope nur einen verwaschenen Fleck auflösen, jedoch keine Einzelheiten. Die Sonde soll Pluto in <10000 Kilometern passieren. Danach geht es weiter in den Kuipergürtel.

Pluto und sein Mond Charon umkreisen sich gegenseitig, wobei sich beide einander immer dieselbe Seite zuwenden. Soweit bisher bekannt, wird Pluto von 4 weiteren kleinen Monden, Nix, Hydra, Styx und Kerberos, umkreist.

Seit 2006 gilt Pluto nicht mehr als letzter „richtiger“ Planet unseres Sonnensystems, sondern nur noch als Zwergplanet, was seinerzeit recht umstritten war.

Mehr Infos zu Pluto (wie immer) bei Wikipedia

Mehr Infos zu New Horizons gibt es bei der NASA(engl.) und hier (deutsch)

 

Die ISS über Deinem Kopf!

 

Internationale Raumstation ISS

Internationale Raumstation ISS

Die internationale Raumstation (ISS = International Space Station) zieht Tag für Tag, Nacht für Nacht Ihre Bahnen rund um -sorry- über den Erdball. Von Zeit zu Zeit fliegt sie auch über Deutschland und auch über Deine Stadt. Wenn Sie das tut, es dunkel und wolkenlos ist, so kann man sie mit bloßem Auge recht leicht erkennen. Zunächst könnte man den sich bewegenden, hellen Lichtpunkt für ein Flugzeug halten, doch fehlt das typische Blinken der Positionslichter.

OK, ein sich bewegender Lichtpunkt… doch macht man sich bewusst, dass es ein Objekt etwa von der Größe eine Fußballfeldes ist, viele Länder beteiligt sind, und dort oben Menschen im Erdorbit sind, so bekommt dieser Punkt für den einen oder anderen doch eine andere Bedeutung.

Das obrige Bild der ISS habe ich übrigens mit einer recht alten Digitalkamera aufgenommen. Es zeigt die ISS unterhalb des großen Wagens als Strichspuraufnahme mit einer Belichtungszeit von 60 Sekunden.

Wann ist sie denn zu sehen? Die NASA bietet eine Webseite, auf der man sich und seinen Standort (Stadt) recht leicht, jedoch auf Englisch (Sign Up!), registrieren kann:
SpotTheStation

Ab sofort erhaltet Ihr dann rechtzeitig (ein paar Stunden zuvor) eine Email mit den benötigten Informationen zur Sichtbarkeit. Beispiel:

(Zeit) Time: Sun Feb 15 6:20 PM (Abends),
(Sichtbarkeitsdauer) Visible: 4 min, 
(max Beobachtungshöhe, Grad) Max Height: 72 degrees
(Himmelsrichtung Beginn) Appears: WSW
(Himmelsrichtung Ende) Disappears: E

Termin: 05.12.2014 – Orbital-Testflug der neuen NASA Orion Raumkapsel

Photo: ESA

Photo: ESA

Der Start des Orion-Testfluges wurde  verschoben. Neuer Termin: 05.12.2014 / 13:05

Live-Cams:

http://www.nasa.gov/multimedia/nasatv/index.html#

Weitere Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Exploration_Flight_Test_1

http://www.nasa.gov/exploration/systems/mpcv/index.html

Siehe hierzu auch mein Posting „Nehmt Teil an der Reise zum Mars…“ in der Kategorie astronomisches!

Weit, W E I T weg: Die Botschafter der Erde

Kennt Ihr Voyager 1 und 2? Neben ihren wissenschaftlichen Einsätzen sind diese beiden Raumsonden auch die Botschafter der Erde. Sie tragen eine goldene Schallplatte, deren Gravur die Position der Erde erklären soll. Auch 115 Bilder und allerlei Töne wie beispielsweise Tierlaute, Blitze, Wind und Grüße in 55 Sprachen sind enthalten.

Gestartet wurden beide Sonden 1977.  Bereits 1989 flog Voyager 2 am äußersten Planten Neptun (Pluto zählt ja nicht mehr als Planet) vorbei. Nun, 2014 schicken sie sich an das Sonnensystem zu verlassen, und ihre Reise im interstellaren Raum (Der „leere“ Raum zwischen den Sternen) fortzusetzen. Sie überschreiten also derzeit die „Heliopause“, den Grenzbereich, in dem auch der Sonnenwind nicht mehr messbar ist.

37 Jahre Flugzeit! Duracell an Board? Nein, aber ein Radioisotopengenerator versorgt die Sonde wohl noch bis mindestens 2025 mit Strom, so dass noch immer Messwerte empfangen werden können.

Entfernung von der Erde:

Am 09.11.2014 waren es 19.487.394.953 KM
oder etwa 130 AU (Astonomische Einheuten (Abstand Erde-Sonne)
oder 18 Lichtstunden (etwas abgerundet)
Mehr Infos:!

http://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_1

http://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_2

http://voyager.jpl.nasa.gov/index.html

Termin: 12.11.2014 – Erste Landung auf einem Kometen

Photo: ESA

Photo: ESA

Erinnert Ihr Euch noch an Giotto? Am 13.03.1986 hatte die erste interplanetare Raumsonde ein Rendezvous mit dem Kometen Halley. Es war eines der ersten Astro-Ereignisse, die ich nachts im Fernsehen mitverfolgen durfte (Danke dafür an meine Eltern 😉 ).

Nun geht die europäische Weltraumorganisation „esa“ (Nein, mal nicht die NASA!) noch einen Schritt weiter. Rosetta, die aktuelle Kometensonde der esa, befindet sich nun schon seit ein paar Tagen beim Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko.
Am 12. November 2014 wird dann die Landeeinheit „Philae“ auf den Kometen aufsetzen und sich dort zur durchführung von weiteren Analysen festkrallen.
Viel Glück!

Websiten der esa zum Thema:
http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Rosetta

Wo ist Rosetta? Schöne animation:http://sci.esa.int/where_is_rosetta/