Termin: 12.11.2014 – Erste Landung auf einem Kometen

Photo: ESA

Photo: ESA

Erinnert Ihr Euch noch an Giotto? Am 13.03.1986 hatte die erste interplanetare Raumsonde ein Rendezvous mit dem Kometen Halley. Es war eines der ersten Astro-Ereignisse, die ich nachts im Fernsehen mitverfolgen durfte (Danke dafür an meine Eltern 😉 ).

Nun geht die europäische Weltraumorganisation „esa“ (Nein, mal nicht die NASA!) noch einen Schritt weiter. Rosetta, die aktuelle Kometensonde der esa, befindet sich nun schon seit ein paar Tagen beim Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko.
Am 12. November 2014 wird dann die Landeeinheit „Philae“ auf den Kometen aufsetzen und sich dort zur durchführung von weiteren Analysen festkrallen.
Viel Glück!

Websiten der esa zum Thema:
http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Rosetta

Wo ist Rosetta? Schöne animation:http://sci.esa.int/where_is_rosetta/

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Asteroid, Meteor, Komet – alles gleich! Oder nicht?

Asteroid, Meteor, Komet -diese Liste lässt sich noch etwas fortsetzen – mit der Sternschnuppe zum Beispiel. Vielfach werden diese Bezeichnungen im allgemeinen Sprachgebrauch aber auch verwechselt oder einfach falsch angewendet. Hier eine kleine Aufschlüsslung, nach der Größe sortiert:

Meteoroiden (altgriechisch für „Himmelserscheinungen“)
Meteoroiden sind kleine Objekte im Sonnensystem auf einer Umlaufbahn um die Sonne, von denen einige die Erdbahn kreuzen. Ihre Größe reicht von Millimetern (Mikrometeoroiden) bis zu etlichen Metern. Das Gewicht kann mehrere Tonnen erreichen.

Meteor oder Sernschnuppe
Treten Meteoroiden in die Erdatmosphäre ein, so erzeugen sie eine Leuchtspur, Meteor genannt. Kleine Meteore werden auch als Sternschnuppen bezeichnet, große als Feuerkugeln oder Boliden.

Meteorit
Ein eventuell nicht vollständig verglühter Meteoroid, der die Erdoberfläche erreicht, wird Meteorit genannt.

Komet
Ein Komet, auch Schweifstern genannt, ist ein Himmelskörper von einigen Kilometern Durchmesser, bestehend aus Gas, Eis und Gestein. Kometen bildeten sich in den äußeren, kalten Bereichen des Sonnensystems wo die reichlichen Wasserstoff-Verbindungen zu Eis kondensierten.
Sie umrunden die Sonne in sehr spitzen Umlaufbahnen. In Sonnennähe erhitzen sich die losen Bestandteile und gasen aus. Die Ausgasungen erzeugen die Koma, eine nebelige Hülle die den Komet umgibt. und meist auch einen leuchtenden Schweif entwickelt. Der
In Sonnennähe ist der meist nur wenige Kilometer (maximal 20 km) große Kometenkern von einer diffusen, nebeligen Hülle umgeben, die Koma genannt wird und eine Ausdehnung von 2 bis 3 Millionen km erreichen kann. Durch den Sonnenwind entsteht in Sonnennähe ein Schweif, der eine Länge von mehreren Millionen Kilometern erreicht.

Asteroid
Als Asteroiden (griechisch für „sternähnlich“), werden Objekte bezeichnet, die sich auf keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. Mit mehreren Kilometern Größe (auch mal 3-stellig) sind sie größer als Meteoroiden, aber kleiner als Zwergplaneten zu denen (neuerdings) auch „Pluto“ gehört. In Sonnennähe gasen sie im Gegensatz zu Kometen nicht aus.

Also: Sternschnuppe != (ungleich) Komet!

Termin: 19.10.2014 – Streifschuss! Komet zieht nahe am Mars vorbei.

Am 19. Oktober zieht der Komet „Siding Spring“ extrem nahe am Mars vorbei. Die Entfernung entspricht etwa 1/3 der Distanz Erde-Mond. Nicht weniger als 18 Nasa-„Beobachter“, von denen auch einige auf/über dem Mars vor Ort sind (Rover und Sonden). werden das Ereignis verfolgen. Von der Erde aus ist der Komet für den normalsterblichen Beobachter jedoch nicht zu sehen. Er bzw. der Schweif ist nicht besonders hell und die Helligkeit des Mars dürfte ihn für Erdbeobachter überstrahlen.

Weitere Infos:

http://mars.nasa.gov/comets/sidingspring/

http://de.wikipedia.org/wiki/C/2013_A1_%28Siding_Spring%29

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wissenschaft/d/5565504/komet–siding-spring–rast-auf-mars-zu.html